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Jetzt hat alles seine Ordnung

Unser Nebengebäude ist zwar mit knapp 50 m² schon recht groß, aber 30 Räder, Fahrradanhänger, Kindergefährte, Schubkarre, Rasenmäher, Gartengeräte etc. brauchen viel Platz. Unsere Architekten hatten ein sehr innovatives Radparkersystem von einem Schlosser aus Stralsund gefunden. Die Zielrichtung ist zwar eher die Präsentation im Radeinzelhandel, für größere Wohnanlagen ist das System aber durchaus auch interessant. Nach intensiver Abwägung, einigen Dominoeffekten durch umfallende Räder und sehr guter telefonischer Bewertung durch eine WEG in Bremerhaven haben wir uns entschlossen das System für 30 Räder anzuschaffen. 10 Schrägparker (55°) und 20 Flachparker haben wir bei bestem Wetter an einem Samstagvormittag aufgebaut. Jetzt hat alles seine Ordnung 🙂
Wer es interessant findet: schulze-stralsund.de/

Der erste Schnee

Kaum waren wir eingezogen, überraschte uns der Schnee. Dank vieler fleißiger Hände wurde er immer wieder schnell aus dem Weg geräumt. Hier zeigte sich unser Ansatz als erfolgreich: „Wer Arbeit sieht, der macht sich dran!“

Die Kinder stellten fest, der Weg zu den Rodelbergen auf dem Spielplatz an der Kampstraße ist nicht weit.

Auch unsere Heizungsanlage hat ihren ersten Härtetest mit Bravour bestanden, niemand hat gefroren, die Fußbodenheizung funktioniert. Die große Solarthermieanlage sammelt fleißig das Sonnenlicht ein und in den Wohnungen gibt es Dank der Wohnungsstationen immer ganz frisch erzeugtes heißes Wasser.

Wir sind da und grüßen unsere Nachbarinnen und Nachbarn!

Ein wenig hat es gedauert und in der einen oder anderen Wohnung ist noch etwas zu tun, im Großen und Ganzen aber können wir die von uns gewollte Gemeinschaft leben – und es macht schon riesig Freude.

Im Dezember begann die „heiße“ Phase und die ersten brachten schon mal Umzugskartons und Möbel in die Dragonerstraße. Und nun mit Beginn des März sind wir komplett, alle sind eingezogen.

Die ersten Fragen „Wer bringt die Mülltonnen an die Straße?“, „Wie, wann nutzen wir die Waschmaschinen und Trockner und wo und wie wird das vermerkt und abgerechnet?“, „Wie regeln wir das mit dem Carsharing?“ sind geklärt. Unsere erste Gesellschafterversammlung vor Ort bei schönstem Sonntagswetter auf dem Hof mit viel Abstand ergab, dass wir immer noch alle ähnlich ticken und auf pragmatische Lösungen setzen.

Unser Dank gilt allen Handwerkerinnen und Handwerkern, helfenden Händen, kreativen Köpfen und Mitwirkenden, die uns die letzten Jahre, Monate, Wochen und Tage unterstützt, geholfen und viel Zuspruch geleistet haben. Und nicht zuletzt danken wir team3 für die schöne Architektur und das Eingehen auf unsere Wünsche, Anregungen und manchmal auch Kritik.

Wir freuen uns, hier angekommen zu sein, freuen uns auf die Begegnungen mit der Nachbarschaft und sagen den unmittelbar Betroffenen vielen Dank fürs Aushalten des Baulärms.

Trotz Corona geht es gut voran

Unsere wunderschönen Holzfenster sind eingebaut, das Farbkonzept steht. Das Dach ist fast komplett, der Putzer wird auch in dieser Woche fertig. Viele Gewerke sind auf dem Bau und verteilen sich auf die Stockwerke. Die zweite Version der Freiraumplanung liegt auf dem Tisch. Das hintere Gartengrundstück ist noch eine grüne Hölle. Auch als Baugruppe kommen wir weiter; die Gemeinschaftsordnung steht kurz vor der Verabschiedung, die Diskussion zum Carsharing ist in vollem Gange.

Das virtuelle Richtfest

Unsere Baufirmen haben kontinuierlich weiter gearbeitet. Eine Winterpause gab es nicht. Der Rohbau ist  zum großen Teil fertig. Das Dach des 1. OG steht, die Balkenlage im Staffelgeschoss liegt auf. Der Kran ist mit etwas Mühe wieder vom Grundstück gekommen. Die sanitären Rohbauinstallationen nehmen langsam ihren Platz ein. Unsere monatlichen Baugruppentreffen stehen im Augenblick leider unter Vorbehalt. Wir müssen wie alle anderen mit alternativen Wegen Vorlieb nehmen. Die Zusammenarbeit mit unserer Hausbank GLS Gemeinschaftsbank Bochum klappt hervorragend. Wir hatten ein großes Richtfest geplant, das muss nun leider ausfallen.
Zumindest virtuell hat es stattgefunden …

Die Erdgeschosswohnungen sind schon erlebbar

Es geht voran. Die Kalksandsteinblöcke im XL-Format sind beeindruckend. Sie kommen fertig gesägt auf die Baustelle, es hat ein wenig von Lego für Riesen. Das Erdgeschoss ist fertig, die größte Decke gegossen. Der Gemeinschaftsraum und die ersten vier Wohnungen stehen. In der Baugruppe sind inzwischen viele Entscheidungen gefallen, die Aufträge für die wichtigsten Gewerke vergeben. Das Farbkonzept wird emsig diskutiert.

Der Keller ist fertig …

… und damit auch die ersten Gemeinschaftsräume

Der Altbaukeller wurde einschließlich Kellertreppe erhalten, der Neubaukeller daran angeschlossen. Der Aufzug führt natürlich in den Neubaukeller mit Waschmaschinenraum und Gemeinschaftswerkstatt. Die Baugrube sah gewaltig aus, da aber unser Bauunternehmer die Kellerwände gern selbst schalt, war die Größe unabdingbar. Nach der Verfüllung relativierte sich dies. Die Grundwasserabsenkung war nur für die Unterfahrt des Aufzuges notwendig, da der Pegel aufgrund des trockenen Sommers in drei Metern Tiefe lag.

Nachbarschaftstreffen am 1. September

Da unser Grundstück ja ziemlich versteckt liegt, hatten wir die näheren Nachbarn zu einem „Kaffeetrinken“ im Anschluss an unser Baugruppentreffen eingeladen. Einige nahmen die Gelegenheit wahr, um die Baugruppe und das Vorhaben näher kennenzulernen. So konnten wir uns persönlich vorstellen und viele Aspekte besprechen. Außerdem hat so die ganze Baugruppe die Fortschritte erleben können. Wir sind jetzt vollständig, das heißt alle Wohnungen sind an die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner vergeben und der Baubeginn ist erfolgt.

Das alte Haus ist weg

Ganz einfach war es nicht, aber nun sieht man erst, wie groß das Grundstück ist. Die fachgerechte Entsorgung von einigen asbesthaltigen Bauteilen hat den Abbruch leider verzögert. Hier wirkte sich besonders der enge Kreis der Fachfirmen als Terminproblem aus. Dann ging es aber ganz schnell. Leider konnten wir nur den Keller des Altbaus erhalten. Die Entkernung des Erdgeschosses erwies sich nach Öffnen der Decken als zu gefährlich. Auch der eintönige Betonteich im Gartengrundstück ist Geschichte, hier gab es nicht einmal einen flachen Uferbereich, sondern nur überkragende Platten.

Mikado, nicht nur ein Spiel

Am ersten Wochenende im April haben wir uns als Baugruppe im Tagungshaus Mikado eingenistet.

MIKADO Kultur- und Tagungshaus, abgeschieden in einem lichten Waldgebiet des Naturschutzparkes Wildeshauser Geest, bietet ein besonderes Ambiente für Seminare, Tagungen, Erholung und Kultur mit vegetarischer vollwertiger „Verwöhnküche“.

Das Haus setzt in der Gestaltung den Namen MIKADO um und greift die Spannung zwischen Natur und Architektur, Holz und Lehm, Farbe und Schlichtheit auf. So entsteht eine Atmosphäre der Kreativität und Ruhe. (www.tagungshaus-mikado.de)

Besser kann man es nicht beschreiben und so haben wir uns auch gefühlt. In dieser Umgebung konnten wir viele Aspekte des gemeinschaftlichen Bauens sowie der persönlichen Beziehungen und Aktivitäten diskutieren, besprechen, erleben, kundtun, … Selbst die Nutzung der zwischen den Zimmern liegenden Bäder klappte problemlos, eine Option, die wir später in unseren Wohnungen nicht haben werden. Die Wanderungen in der Umgebung verstärkten zusätzlich den Erholungswert dieses Wochenendes.