Das Gemeinsame

Es wird einen Gemeinschaftsraum geben. Dieser befindet sich im Erdgeschoss in der Nähe des

Treppenhauses und der Briefkastenanlage. Der Raum wird ca. 40 qm groß sein, ein Duschbad und eine kleine Küchenzeile enthalten. Bei der Nutzung denken wir an
– Treffen von Hausbewohnern auf „neutralem Boden“ zum Kaffee, zum Klönen, zum Spielen …
– Private Veranstaltungen, so sind auch größere Runden möglich, ohne dass man sein Wohnzimmer umräumen muss.
– Unterbringung von Kurzzeitgästen, so benötigt man kein eigenes Gästezimmer.
– …
Gemeinsam werden wir auch einen Waschmaschinenraum und eine kleine Werkstatt im Keller nutzen.

Im nördlichen Teil des Grundstücks befindet sich eine Gartenfläche von ca. 300 m², die Gestaltung wird die Baugemeinschaft entwickeln.
Das Grundstück wird aufgrund der Nähe zur Innenstadt baulich intensiv genutzt, gemeinschaftlich zu betreuende Flächen sind, bis auf den Garten, dadurch relativ klein, so dass hier nur wenige Reibungspunkte entstehen werden. Um die Flächen für Parkplätze klein zu halten, haben wir ein internes  Car-Sharing mit zwei Fahrzeugen vertraglich fest vereinbart. Über eine Fotovoltaik-Anlage wollen wir einen Teil unseres Energiebedarfs decken.

Schaller und ihr Mann haben vor 15 Jahren den Weg über eine Baugemeinschaft gewählt. So kamen sie zu einer Eigentumswohnung, die sie sich sonst in München nicht hätten leisten können. Ausschlaggebend war die Suche nach bezahlbarem und sicherem Wohnraum, Schlüsselerlebnis eine vorausgegangene Eigenbedarfskündigung. „Wie toll das aber ist, wenn man seine Nachbarn dann in so einem Planungsprozess kennenlernt, davon hatten wir damals keine Ahnung. Das war für uns nicht das Wesentliche, heute ist es aber das, was ich mit am meisten schätze.“ Als kleines Dorf betrachtet sie heute ihre Nachbarschaft – „wo es normal ist, wenn die Kinder mit dem Schlafsack durchs Haus laufen, und wo man nicht nur möglichst schnell in seine Wohnung möchte, wenn man die Haustür aufschließt, sondern sich freut, wenn man jemanden trifft und ins Ratschen kommt …“
(Dominik Baur, taz, 25.07.2019, Seite 4f – Den hohen Mieten Paroli bieten; online)